Steven Spielberg, 79, hat nur eine einzige Komödie gedreht und hasst sie: "Erste Komödie der Geschichte, die niemanden zum Lachen brachte"

Steven Spielberg macht niemals Fehler. Das meinen zumindest viele Fans des Regisseurs, der sich mit Meisterwerken wie Der weiße Hai oder E.T. - Der Außerirdische in die Filmgeschichte eingeschrieben hat. Er selbst aber bereut Teile seiner eigenen Werke. Unter anderem die satirische Kriegsfilm-Komödie 1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood?, die damals auf katastrophale erste Reaktionen stieß.
Neben leichteren Film-Dramen wie Catch Me If You Can und Terminal hat er mit 1941 seine einzige handfeste Komödie gedreht. Bei den Erfahrungen ist es kein Wunder, dass er sich fortan anderen Genres widmete.
Steven Spielbergs Kriegsfilm-Komödie 1941 gilt als einer seiner schlechtesten Filme
1941 spielt in Kalifornien, kurz nach dem japanischen Überfall auf Pearl Harbor. Ein U-Boot mit japanischen und deutschen Soldaten (unter anderem Toshirô Mifune und Christopher Lee) will Hollywood zerstören, kann es aber nicht finden. Die US-amerikanischen Verteidiger um Sergeant Frank Tree (Dan Aykroyd) und Captain Kelso (John Belushi) hinterlassen derweil aus reiner Paranoia eine Schneise der Verwüstung.
Schaut euch hier den englischen Trailer zu 1941 an:
1941 - Wo bitte geht's nach Hollywood - Trailer (Englisch)Der Film bekam zum Kinostart 1979 mittelmäßige bis schlechte Kritiken, die zwar visuelle Effekte und Soundtrack lobten, aber häufig eine schwerfällige Dramaturgie bemängelten (via Metacritic ). Empire hält 1941 noch heute für Spielbergs schlechtesten Film. Auch Spielberg selbst räumt laut Variety beim Dreh der Kriegskomödie schwere Fehler ein:
[Das Studio] bewilligte mir ein unbeschränktes Budget für 1941. Und dann dauerte der Dreh 178 Tage, weil ich selbst bei den minimalsten Details Regie führte. Das war der schlimmste Fehler, den man hätte machen können. Trotzdem hatte ich am Set eine tolle Zeit. [...] Aber als ich den Film zum ersten Mal in einem Kino zeigte, hätte man eine Stecknadel fallen hören können. [Es war] die erste Komödie der Geschichte, die niemanden zum Lachen brachte.
Die bissige Reaktion des Publikums ging dem Regisseur auch viele Jahre später noch nach. "Es war, als hätte ich ein Kriegsverbrechen begangen", zitiert das Far Out Magazine den Filmemacher aus dem Dokumentarfilm Spielberg.
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Wie die Zahlen von The Numbers suggerieren, war 1941 allerdings kein finanzieller Flop. Und Spielbergs Reue über seine Fehler beim Dreh darf sich ruhig in Grenzen halten: Immerhin ließ er auf die Komödie titanische Meisterwerke wie Jäger des verlorenen Schatzes, Schindlers Liste oder Der Soldat James Ryan folgen.
Dieser Artikel erschien erstmals 2024 bei Moviepilot. Wir haben ihn für euch aktualisiert.



