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Kino 12.09.2026

Vor 25 Jahren startete die beste Kriegsserie aller Zeiten

Vor 25 Jahren startete die beste Kriegsserie aller Zeiten
Diese Woche feierte ein ganz besonderer Meilenstein seinen 25. Geburtstag. Ohne die Kriegsserie Band of Brothers sähe die Serienwelt heute ganz anders aus.

Wir reden hier nicht nur von einer außerordentlich gut erzählten Geschichte. Auch die Bezeichnung als Meisterwerk wäre eine Untertreibung. Wenn es um die von HBO produzierte Kriegsserie Band of Brothers – Wir waren wie Brüder geht, ist durchaus die Verwendung eines noch viel größeren Wortes angemessen: Meilenstein.

Diese Woche feierte die wegweisende Miniserie ihren 25. Geburtstag. Aus diesem Anlass möchten wir euch Band of Brothers nochmal ans Herz legen. Lange vor Game of Thrones und Co. hat HBO mit der Geschichte der Easy Company die Grenzen dessen, was lange Zeit im Fernsehen möglich war, komplett hinter sich gelassen.

Die große Kriegsserie, die TV-Geschichte schrieb

Der Graben zwischen Filmen und Serien war zu Beginn der 2000er Jahre noch viel größer als heute. Seit Beginn des Streaming-Booms sind wir aufwendig produzierte Blockbuster-Serien fast gewohnt. Den Grundstein für diese Entwicklung legte HBO, als der Pay-TV-Sender unerhörte 125 Millionen US-Dollar in Band of Brothers investierte.

Nicht nur das Budget sorgte für Aufsehen. Hinter dem Projekt standen zwei Hollywood-Stars, die man für gewöhnlich mit der großen Leinwand verbindet: Tom Hanks und Steven Spielberg. Bereits wenige Jahre zuvor hatten sie mit dem fünffachen Oscar-Gewinner Der Soldat James Ryan einen prägenden Kriegsfilm ins Kino gebracht.

Band of Brothers erzählt eine eigene Geschichte, wurde von vielen jedoch als geistiges Nachfolgeprojekt wahrgenommen, sowohl auf erzählerischer als auch auf filmischer Ebene. Kein verklärendes Heldenepos, sondern ein komplexer Tauchgang in das Innere von Soldaten, denen wir von der Ausbildung bis zum Kriegseinsatz folgen.

Die Ästhetik lehnt sich stark an die von Der Soldat James Ryan vorgelegte Blaupause an. Natürlich gab es schon zuvor zahlreiche Kriegsfilme, die aus der Geschichte der bewegten Bilder nicht mehr wegzudenken sind. Der Soldat James Ryan vermochte es aber, das Genre in puncto Look and Feel nachhaltig zu beeinflussen.

  • Zum Weiterlesen: Netflix veröffentlicht dieses Jahr einen großen Kriegsfilm

Band of Brothers bietet nicht nur Action und Effekte

Auch Band of Brothers bringt viele dieser audiovisuellen Merkmale mit und liefert mit der zweiten Folge sogar seine eigene Version der Landung in der Normandie ab. Große Massenszenen mit sehr viel Action und Effekten – das war 2001 alles andere als selbstverständlich in einer exklusiv fürs Fernsehen produzierten Serie.

HBO läutete zwar damals mit Die Sopranos, Six Feet Under und The Wire das Goldene Serienzeitalter ein. Die Titel hatten allerdings keinen Blockbuster-Anspruch, sondern zogen ihren Prestige-Charakter aus unfassbar gut geschriebenen Drehbüchern, ausgefeilten Figuren und phänomenalen Darsteller:innen in edlen Serienbildern.

Band of Brothers erweiterte die Expertise um eindrucksvolle Spektakelwerte, die nie das Erzählte überragten. Im Gegenteil: Alles steht im Zeichen der Figurenentwicklung. Das haben viele heutige Blockbuster-Serien vergessen. Größe allein sorgt nicht dafür, dass zehn Stunden spannend sind. Man muss auch in die Tiefe gehen.

Von den Episoden vorangestellten Interviews mit Veteranen bis zur Darstellung von Angst und Erschöpfung auf dem Schlachtfeld: Band of Brothers illustriert die physischen und psychischen Belastungen durch monatelangen Krieg auf greifbare Weise und schafft ein komplexes Bild über die bleibenden Traumata und sinnlosen Verluste.

Band of Brothers streamt aktuell bei Amazon Prime und HBO Max im Abo.

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